Speed-Dating zur Kommunalwahl

in der Mensa am Schulzentraum organisierten wir zwei Speed-Dating Veranstaltungen zur bevorstehenden Kommunalwahl …

1544350_626556110762028_7652853799020829002_n 10153834_626556037428702_8089770759069206357_n 10256900_626556187428687_1596108086342771817_n 10338323_626556247428681_8237768427907595444_n

Auge in Auge mit den Stadträten in spe

Von Daniel Drescher, SZ

Der Jugend von heute wird Vieles nachgesagt. So zum Beispiel auch, dass sie lieber hinterm Computerbildschirm sitzt als sich für politische Ziele zu engagieren. In Weingarten will man dieses Klischee offenbar nicht so stehen lassen. Schüler kommen vor der Kommunalwahl in Kontakt mit denen, die in den Gemeinderat wollen: beim „Kandidaten-Speed-Dating“.

Es gibt vermutlich keinen besseren Zeitpunkt, um diese nicht ganz gewöhnliche Idee umzusetzen. Erstmals dürfen dieses Jahr Wähler ab 16 Jahren an die Urnen treten, wenn es am 25. Mai gilt, den neuen Gemeinderat zu wählen. Der Jugendgemeinderat Weingarten hat deshalb ein Kandidaten-Speed-Dating geplant. Gymnasiasten und Realschüler treffen in zwei Veranstaltungen auf Kandidaten, die künftig in der Kommnualpolitik der Stadt mitmischen wollen. „Wir haben uns bewusst gegen eine Podiumsdiskussion entschieden“, heißt es vonseiten des Gremiums. „Bei einer Podiumsdiskussion sprechen vor allem die Teilnehmer auf dem Podium – und wir Jugendlichen sind meistens nur Zuschauer“, ist man sich im Jugendgemeinderat einig.

Das Speed-Dating soll anders laufen, direkter, kommunikativer. Es wird jeweils drei Runden geben. Pro Runde gibt es sechs Gruppentische – soviele, wie sich Parteien und Wählervereinigungen zur Wahl stehen. In Weingarten sind das CDU, Freie Wähler, SPD, Grüne/Unabhängige, Bürger für Weingarten und die Alternative für Deutschland (AfD). Jede Partei schickt einen ihrer Kandidaten pro Speed-Dating-Runde. Dieser wechselt dann innerhalb einer vorgegeben Zeit von Tisch zu Tisch. Die Schüler bekommen einen Tisch zugewiesen, an dem sie die ganze Zeit über bleiben. Am Ende der Veranstaltung haben die Schüler jeden Kandidaten im Gespräch erleben können. Die jungen Wähler sind aufgerufen, natürlich auch konkrete Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen, anzubringen. Sie können sich aber auch von den Kandidaten erläutern lassen, wie deren Standpunkte generell aussehen.

Eins soll die Veranstaltung allerdings nicht sein: eine Wahlkampfveranstaltung. Vielmehr soll es eine Wahlinformationsveranstaltung sein. Darauf werden auch die Veranstalter achten. Die Stadtverwaltung hat dabei tatkräftige Unterstützung von der Landeszentrale für politische Bildung. Moderiert wird die Veranstaltung von Moderatoren des Bündnisses „Wählen ab 16“, das gemeinsam von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Landesjugendring ins Leben gerufen wurde. Das sei wichtig, sagt Sarah Schnetz, die das Thema im Rathaus betreut. „Die Veranstaltung findet an Schulen statt, da ist Neutralität ganz wichtig. Aber solange Kandidaten aller Parteien und Wählervereinigungen da sind und die Möglichkeit haben, zu sprechen, ist das in Ordnung.“ Im Gymnasium wird die komplette zehnte Jahrgangsstufe vertreten sein, bei der Realschule ist es die Abschlussklasse. Um die Jugendlichen gut auf ihre erste Wahl vorzubereiten, gibt es auch ein Infoblatt der Verwaltung, in dem alle wichtigen Fakten erklärt werden.

Die Termine sind am Dienstag, 6. Mai, für Gymnasiasten und am Dienstag, 13. Mai, für Realschüler. Beginn ist jeweils ab 14 Uhr in der Mensa im Schulzentrum. Mehr Infos auf der extra eingerichteten Internetseite der Landeszentrale für politische Bildung:

www.waehlenab16-bw.de

Quelle:www.schwaebische.de/region_artikel,-Auge-in-Auge-mit-den-Stadtraeten-in-spe-_arid,10004241.html


Posted on 9. Januar 2015 in Allgemein

Share the Story

About the Author

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top