Der Jugendgemeinderat

Der Jugendgemeinderat

Wer wir sind?
Der Jugendgemeinderat ist das jugendpolitische Gremium der Stadt Weingarten. Als solches will und muss der Jugendgemeinderat Sprachrohr für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein. Derzeit besteht er aus ca.40 Mitgliedern, die alle aus den Schulen der Stadt kommen und von ihren Mitschülern demokratisch gewählt werden. Dadurch genießt der Jugendgemeinderat in Weingarten eine starke demokratische Legitimation. Außerdem können durch die Verankerung in den Schulen viele junge Menschen direkt erreicht werden und auf ihre Wünsche und Ziele eingegangen werden. Der Jugendgemeinderat widmet sich in seiner Arbeit sowohl politischen, als auch kulturellen oder sportlichen Aktivitäten. Die Arbeit erfolgt grundsätzlich überparteilich und fraktionsfrei. Durch das bewährte Wahlsystem und die lange kontinuierliche Arbeit konnten schon viele Projekte umgesetzt und Ideen verwirklicht werden:

Wahl und Zusatzwahl
Reguläre Ergänzungswahl:
Die Mitglieder des Jugendgemeinderates werden durch die Schüler aller 8. Klassen der Schulen in Weingarten gewählt. Die Anzahl der zu wählenden Kandidaten einer Schule richtet sich immer nach deren jeweiliger Schülerzahl. Die Ergänzungswahlen finden jedes Jahr im Herbst statt. Es werden so jedes Jahr 11 neue Jugendgemeinderäte zu den bereits amtierenden der vergangenen Jahre hinzugewählt.
Jugendgemeinderäte werden für eine Amtszeit mit drei Jahren gewählt. Es besteht allerdings die Möglichkeit nach Ablauf dieser drei Jahre sein Mandat durch den Jugendgemeinderat verlängern zu lassen und somit maximal für sechs Jahre als Jugendgemeinderat zu arbeiten.

Wahl älterer Bewerber
Um auch älteren Jugendlichen die Möglichkeit der Mitarbeit im Gremium zu geben ist es möglich jährlich maximal fünf weitere Kandidaten aus höheren Klassen (9,10,11,12,13) für ein Jahr in das Gremium aufzunehmen. Die Kandidaten müssen sich bis zur Antragsfrist melden, die mit dem regulären Wahltermin übereinstimmt und werden in der ersten Sitzung des Jugendgemeinderates nach den regulären Wahlen ausgewählt. Hinzugewählte Mitglieder können maximal drei Mal wiedergewählt werden, wobei diese spätestens an ihrem 20 Geburtstag ausscheiden. Um sich als Kandidat bewerben zu können muss die Person in Weingarten wohnhaft sein oder dort zur Schule gehen.

Organisation
Der Jugendgemeinderat beginnt das Jahr traditionell mit einem Arbeitsseminar, indem die Grundzüge und Themen der Arbeit für das nächste Jahr bestimmt werden. In der Regel folgen über das Jahr vier bis fünf Sitzungen. Diese finden meist öffentlich statt und werden vom Oberbürgermeister oder seinem Stellvertreter geleitet. Zur Vorbereitung der Sitzungen treffen sich die Mitglieder vorher zu Arbeitsgruppentreffen, in denen Sitzungsinhalte besprochen oder langwierige Planungen fortgeführt werden. Außerdem wird eine Tagesordnung erstellt und veröffentlicht. In den Sitzungen werden auch die Mittel des Jugendfonds vergeben und Anregungen an die Stadtverwaltung geäußert.
Zu diesen Terminen kommen Veranstaltungen, Ausflüge oder von Jugendgemeinderäten veranstaltete Aktionen. Außerdem nehmen Verbindungsjugendgemeinderäte an Sitzungen und Veranstaltungen der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen teil. Auch sind manche Jugendgemeinderäte in die Arbeit der SMV an ihren Schulen integriert oder nehmen an den Sitzungen der Beiräte des Gemeinderates teil.
Außerdem besuchen Jugendgemeinderäte regelmäßig Sitzungen des Gemeinderates und nehmen dort gegebenenfalls das Rede- und Antragsrecht wahr.
Die Jugendgemeinderäte werden von der Geschäftsstelle Jugendgemeinderat und dem Team-Jugendarbeit bei ihrer Arbeit unterstützt.

Geschäftsordnung JGR

Die Geschichte des Jugendgemeinderates

Der Jugendgemeinderat Weingarten wurde 1985 von Oberbürgermeister Rolf Gerich als erster Jugendgemeinderat Deutschlands gegründet. Vorbilder waren die französischen „conseils des jeunes“ und das Jugendparlament im belgischen Waremme. In den darauffolgenden Jahren wurden in zahlreichen weiteren Städten im Südwesten Jugendgemeinderäte eingerichtet. Diese Welle von Neugründungen mündete 1993 in die Gründung des Dachverbandes der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg, dessen Ziele gemäß Satzung die Vertretung der kommunalen Gremien auf Landesebene, die Hilfestellung für Städte und Gemeinden bei der Einrichtung weiterer Jugendgemeinderäte sowie die Organisation des Erfahrungsaustausches zwischen den Jugendparlamenten sind. Die Gründung des Dachverbandes hat seit den 1990er Jahren zu einem rapiden Anstieg der Zahl der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg geführt. Im Jahr 2005 existierten in 89 von 1110 Kommunen entsprechende Gremien. Anfangs wurde die Arbeit des Gremiums in Weingarten noch sehr kritisch beäugt, doch im Lauf der Zeit wurde der Jugendgemeinderat als wichtiger Partner für jugendpolitische Belange der Stadt erkannt. In Weingarten wurde die wichtige Rolle des Jugendgemeinderates von Anfang an mit einem Rede- und Antragsrecht, sowie der Mitarbeit von Jugendgemeinderäten in vielen städtischen Gremien honoriert. Auch das Wahlsystem hat sich inzwischen über mehrere Jahrzehnte bewährt und sorgt für die nötige Kontinuität bei der Besetzung der Mandate. Auch die Geschäftsordnung wurde behutsam den Erfordernissen der Zeit angepasst und so das Gremium gut für seine Zukunft als jugendpolitisches Organ gestärkt.

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